Pandemie - Fragen und Antworten

Grippe-Pandemie: Auf den Ernstfall vorbereiten
Das Robert Koch-Institut fragt sich nicht mehr “ob”, sondern “wann” eine Influenza-Pandemie ausbricht. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt schon seit Jahren vor einer Pandemie, die durch ein neues unbekanntes Grippevirus entstehen kann. Der nationale Pandemieplan rechnet mit einer Masseninfektion von 30 Prozent der Bevölkerung.
Auch im Oberbergischen Kreis müssen wir damit rechnen. Obwohl im Moment niemand sagen kann, wann eine Pandemie ausbrechen wird, ist eine angemessene Vorbereitung - auch jedes Einzelnen - sehr wichtig, da wahrscheinlich viele Menschen erkranken werden.
Damit auch Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, auf eine Pandemie vorbereitet sind, finden Sie nachstehend die wichtigsten Informationen. Sie finden diese Informationen auch in einem Flyer
, den Sie sich als PDF-Datei herunterladen können.
Es geht um Fragen, wie Sie sich und Andere vor einer Erkrankung schützen können, wie Sie sich im Fall einer Erkrankung verhalten sollen, und an wen Sie sich wenden können.
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Oberbergischer Kreis |
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Was ist eine Influenza-Pandemie? |
Eine Pandemie wird durch ein neues, derzeit noch unbekanntes Influenza-Virus ausgelöst. Das Virus wird dann schwere Erkrankungen beim Menschen verursachen und sich leicht und nachhaltig von Mensch zu Mensch übertragen. Da es sich um ein neuartiges Virus handelt, hat das menschliche Immunsystem hiergegen noch keine Schutzfunktionen entwickelt. Deshalb werden auf der ganzen Welt Erkrankungen auftreten.
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Wie kann ich eine schwere Grippeerkrankung von einer harmlosen Erkältung unterscheiden? |
Bei einer Erkältung haben Sie meistens Schnupfen, kein Fieber und keine Muskel- und Gelenkschmerzen. Eine Erkältung beginnt langsam, während eine Influenza schlagartig beginnt.
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Was muss ich tun, wenn ich erkranke? |
Wenn Influenza-Symptome auftreten, gehen Sie umgehend zu Ihrem Hausarzt. Je früher Sie behandelt werden, umso schneller werden Sie wieder gesund. Wenn Sie einen Hausbesuch benötigen, dann rufen Sie den Bereitschaftsdienst an. Im Pandemiefall wird eine eigene Telefonnummer eingerichtet und über die Presse veröffentlicht.
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Welche Symptome treten bei einer Influenza-Erkrankung auf? |
Die Erkrankung beginnt schlagartig mit folgenden Krankheitszeichen: hohes Fieber über 39° C, Schüttelfrost, trockener, schwerer und schmerzhafter Husten, Muskel und/oder Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
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Wie werden Krankenhäuser den Ansturm an Patienten bewältigen? |
Während einer Pandemie sollen nur sehr schwer kranke Patienten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Solange eine Behandlung beim Hausarzt möglich ist, soll von einer Krankenhausbehandlung abgesehen werden, da in den Krankenhäusern die Bettenkapazitäten begrenzt sind. Die Krankenhäuser im Oberbergischen Kreis haben bzw. werden ihre Alarm- und Evakuierungspläne ergänzen, damit auch im Fall einer Pandemie die Patienten möglichst gut versorgt werden. Alle Erkrankten werden von den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten behandelt. Es werden auch Hausbesuche durchgeführt. Sobald es zu einer Vielzahl Erkrankter kommt, wird ein zusätzlicher Not- und Bereitschaftsdienst eingerichtet.
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Wer ist besonders gefährdet ? |
Komplikationen treten besonders bei alten Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen
auf (chronische Atemwegserkrankungen, chronische Erkrankungen des Herz-Kreislaufssystems und Immundefekte).
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Wie kann ich mich vorbereiten? |
Legen Sie sich einen ausreichenden Vorrat an unverderblichen Lebensmitteln an. Besorgen Sie sich Schmerzmittel, fiebersenkende Medikamente, Hustensaft und Erkältungstee. Prüfen Sie, ob Sie ein funktionsfähiges Fieberthermometer haben. Sprechen Sie frühzeitig mit Familienangehörigen, Nachbarn und Freunden über eine gegenseitige Versorgung im Krankheitsfall. Unter www.bbk.bund.de gibt es ein Infoblatt “Für den Notfall vorgesorgt” beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
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Kann ich mich impfen lassen? |
Da es sich um ein unbekanntes Virus handelt, kann im Moment noch kein Impfstoff entwickelt werden. Erst wenn das Virus bekannt ist, kann mit der Entwicklung des Impfstoffs begonnen werden. Dann wird es noch 3 bis 6 Monate dauern, bis der Impfstoff produziert ist. Die Produktionsmengen werden nicht ausreichen, um alle Menschen auf der Welt zu impfen. Deshalb werden wahrscheinlich bevorzugt alle Personen, die beruflich mit Erkrankten zu tun haben, geimpft werden.
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Wie kann ich mich schützen? |
Um sich und Dritte vor einer Ansteckung zu schützen, beachten Sie unbedingt Folgendes:
Verwenden Sie Einmaltaschentücher beim Husten und Niesen. Vermeiden Sie das Händegeben, Anhusten oder Anniesen. Lüften Sie häufig die Räume. Waschen Sie sich gründlich die Hände
- nach Personenkontakten,
- nach der Benutzung von Sanitäranlagen,
- vor der Zubereitung von Speisen und Getränken,
- vor dem Essen.
Meiden Sie Menschenansammlungen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Märkten, Kaufhäusern, Restaurants, Kinos, Diskotheken. Vermeiden Sie engen Kontakt zu möglicherweise erkrankten Personen. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf, wenn Sie sich krank fühlen. Wenn Sie in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wechseln Sie ihn mindestens alle drei Tage aus.
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Muss ich mit Einschränkungen während einer Pandemie rechnen? |
Da die Influenza durch Tröpfchen von Mensch zu Mensch übertragen wird, werden wahrscheinlich Schulen und Kindergärten geschlossen werden, um eine Ausbreitung der Erkrankung zu vermeiden.
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Wo bekomme ich Informationen? |
Im Fall einer Pandemie richtet der Oberbergische Kreis ein Bürgertelefon ein. Die Telefonnummer wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Informationen gibt es im Internet des Oberbergischen Kreises und bei:
- www.rki.de (Robert Koch-Institut)
- www.mags.nrw.de (NRW Gesundheitsministerium)
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Wie bereitet sich der Oberbergische Kreis vor? |
Der Oberbergische Kreis hat die Städte und Gemeinden über das Ausmaß einer Pandemie und die notwendig werdenden Maßnahmen informiert. Die Städte und Gemeinden helfen ihren Bürgerinnen und Bürgern hauptsächlich in alltäglichen Dingen. Die Arztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken bereiten sich auch auf eine Vielzahl von Erkrankten vor. Der Oberbergische Kreis wird einen Pandemieplan erstellen, indem alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner, aber auch Ratschläge für den Einzelnen enthalten sind.
Letzte Änderung: 25. Mai 2009




