Schloss Homburg - Aus der Museumssammlung

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Bergisches Zinn

Foto zeigt einige Gegenstände der Ausstellung aus ZinnAls Ersatz für teures und leicht zerstörbares Porzellan oder Keramik hatte Zinn seit Beginn des 18. Jahrhunderts Eingang in den bürgerlichen Haushalt gefunden. Um 1830 senkte sich der Handelspreis europäischer Porzellane und verdrängte somit die Zinnobjekte aus dem Alltags- und Festtagsgebrauch. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts gewann Zinn als Rohstoff wieder an Bedeutung, sei es zur industriellen Herstellung von Weißblechen für Konservendosen oder auch als Lötzinn.

Eine großzügige Schenkung wertvoller Zinnstücke erweiterte 2008 die kunstgewerbliche Sammlung des Museums Schloss Homburg. Bei den vielfältigen Objekten handelt es sich nicht nur um die im Bergischen allseits bekannten Dröppelminas - auch Kranenkannen genannt - sondern zudem um qualitätsvoll gearbeitetes Zinngerät. Dieses wurde für die repräsentative Gestaltung einer Tafel oder für den Gebrauch im Haushalt verwendet. Zur Schenkung gehören: Dröppelminas im Miniaturformat, Terrinen mit elegantem Korpus und Deckel sowie Salz- und Pfefferstreuer, eine Rahmkanne, Trichter, Kellen sowie eine Öllampe mit Glastank.

Dröppelminas sind Kannen aus Zinn zum Aufgießen und Warmhalten von Kaffee. Über einen kleinen Kran mit verschließbarem Ausguss wird der Kaffee in die Tassen gegeben. „Dröppel“ entspricht dem hochdeutschen Tropfen. Damit wurde eine Eigenschaft dieser besonderen Kaffeekanne aufgegriffen – sie tropfte nämlich immer dann, wenn der Kran undicht war.

  



Letzte Änderung: 01. September 2009