Alleenprogramm
Planen - Themen der Kreis- und Regionalentwicklung
Alleen im Oberbergischen Kreis
Seit nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten, die prächtigen Alleenbestände der östlichen Bundesländer, insbesondere Brandenburgs und Mecklenburg- Vorpommerns, auch für die Bewohner der alten Bundesländer wieder erlebbar wurden, entstand eine allgemeine Rückbesinnung auf dieses alte Kulturgut.
Vor etwa 400 Jahren begann die planmäßige Anlage von Alleen als zwei- oder mehrreihige Baumpflanzungen entlang von wichtigen oder prägnanten Wegeverbindungen in unserer Kulturlandschaft. Sie hatten bereits ästhetische Funktionen, dienten aber vornehmlich der Markierung des Wegeverlaufs und des Komforts von Marschkolonnen und bespannten Fahrzeugen.
Gegenwärtig erfahren die Alleen nach Jahrzehnten des Niedergangs und Verfalls eine ganz neue Wertschätzung. In Nordrhein- Westfalen drückt sich dies, neben dem neu verankerten rechtlichen Schutzstatus im Landschaftsgesetz, besonders im 100 Alleen Programm der Landesregierung aus, das Neuanlagen oder wesentliche Ergänzungen bestehender Alleen aus landschaftsgestalterischen und ökologischen Gründen zum Ziel hat. Darüberhinaus nimmt NRW Anteil an der auch touristisch interessanten Deutschen Alleenstraße die mit diversen Abzweigen, von Mecklenburg- Vorpommern im Nordosten bis nach Baden- Würtemberg im Südwesten quer durch die Bundesrepublik führt.
Die Pflege des Altbestandes, und dazu zählen auch Nachpflanzungen und Lückenschluß, wurde, soweit es Bundes- und Landesstraßen betrifft, für NRW in die Obhut des Landesbetr iebes Staßen gegeben, der sich intensiv um den Erhalt der Alleen aber auch der Baumreihen bemühen soll.
Der Oberbergische Kreis ist aufgrund seiner Topographie und wegen seines relativ hohen Waldanteils kein typischer Alleenstandort, dennoch führt der Abzweig NRW der Deutschen Alleenstraße in Hückeswagen ein kurzes Stück über Kreisgebiet. Hückeswagen ist auch mit einem Teilstück der K 1 Standort einer neu angelegten Ahorn- Allee im Rahmen des Alleenprojektes der Landesregierung. 135 Bergahorn- Hochstämme flankieren hier die Kreisstraße entlang eines Höhenzuges von Wiehagen in Richtung Dörpmühle/ Remscheid. Weitere Pflanzungen, sei es im Rahmen des vorgenannten Programmes oder im Rahmen der Eingriffsregelung sind vorgesehen. Bedingungen hierfür sind allerdings eine exponierte Lage, ausreichend breite Randstreifen entlang der fraglichen Straßenabschnitte in öffentlicher Hand bzw. das Einvernehmen mit den Anliegern.
Mindestens ebenso wichtig wie die Neuanlage ist jedoch der Erhalt und die sachgerechte Pflege der wenigen alten Alleen und auch der vielen Altbaumreihen, die an Oberbergs Straßen stehen. Hier sollte der Schwerpunkt des Interesses sowohl der jeweiligen Straßenbaulastträger, als auch der engagierten Öffentlichkeit liegen, allen verkehrlichen und finanziellen Widrigkeiten zum Trotz.
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Neue Allee gepflanzt - Landrat und Umweltminister geben Weg frei
Die "100-Alleen-Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen“
Letzte Änderung: 02. März 2010


