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Natürliche Bevölkerungsentwicklung

Demografiebericht für den Oberbergischen Kreis
Daten zum 31.12.2006
Oberberg steht im Bundes- und Landesvergleich im demografischen Wandel nicht schlecht da, aber weniger Kinder und mehr Fortzüge
Betrachtet man die natürliche Bevölkerungsentwicklung im Oberbergischen Kreis seit der Kommunalen Neugliederung 1975, so kann man diesen Zeitraum von insgesamt über 30 Jahren
in drei unterschiedliche Phasen unterteilen.
1975 bis 1987
Die Geburtenzahlen sind wie in der gesamten Bundesrepublik deutlich zurückgegangen. Die natürliche Bevölkerungsbilanz – der Saldo aus den Geburten minus Sterbefälle – ist negativ und liegt bei -400 bis fast -700 Einwohnern pro Jahr. Insgesamt stehen in diesen 13 Jahren 32.899 Geburten 38.566 Sterbefällen gegenüber. Die natürliche Bevölkerungsbilanz beträgt -5.667 Einwohner.
1988 bis 2000
In dieser Phase steigen die Geburtenzahlen wieder deutlich an. Vor allem in dem Zeitraum von 1990 bis 1997 liegen die Geburtenzahlen insgesamt 5-mal über der Marke von 3.200. Mit Ausnahme des Jahres 1999 ist in jedem Jahr die natürliche Bevölkerungsbilanz positiv, Insgesamt stehen in diesem Zeitraum 40.824 Geburten 39.251 Sterbefällen gegenüber. Das ist ein Plus von 7.925 Geburten oder 24 Prozent im Vergleich zu dem Zeitraum 1975 bis 1987. Die natürliche Bevölkerungsbilanz beträgt +1.573 Einwohner.
2001 bis 2006
Der schon gegen Ende der 90-er Jahre zu beobachtende Rückgang bei den Geburtenzahlen setzt sich verstärkt fort. Von 1997 an sind jedes Jahr geringere Geburtenzahlen zu verzeichnen, so zuletzt im Jahre 2006 nur noch 2.389 gegenüber 3.271 im Jahre 1997, d.h. die Zahl der Geburten ist in 9 Jahren um 882 oder 27 Prozent zurückgegangen. Die natürliche Bevölkerungsbilanz ist seit 2001 in jedem Jahr negativ. Insgesamt stehen in diesem Zeitraum 15.832 Geburten 17.871 Sterbefällen gegenüber. Die natürliche Bevölkerungsbilanz beträgt -2.039 Einwohner.
Geburtenindex noch über Bundesdurchschnitt
Theoretisch müsste jede Frau 2,1 Kinder zur Welt bringen, um die Bevölkerungszahl konstant zu halten. Deutschlandweit beträgt dieser Wert, der so genannte Geburtenindex, nur 1,34 Kinder pro Frau. Im Oberbergischen Kreis lag dieser Wert im Jahre 2003 bei 1,52 und im Jahre 2005 nur noch bei 1,43, aber immer noch über dem Bundesdurchschnitt. Bei einem Geburtenindex von 1,5 Kindern pro Frau werden pro Generation 25 Prozent weniger Kinder geboren, als notwendig wären, um die Generation zahlenmäßig zu ersetzen. Auf 100 Eltern in der 1. Generation kommen noch 75 (-25%) Kinder in der 2. Generation, aber nur noch 56 (-25%) Enkel in der 3. Generation.
Ein relativ einfach zu ermittelnder Indikator um die Geburtenzahlen unterschiedlich großer Gebietskörperschaften miteinander zu vergleichen, ist der Wert Geburten je 1.000 Einwohner. Hier war der höchste Wert für den Oberbergischen Kreis im Jahre 1990 mit 12,7 Geburten je 1.000 Einwohner zu verzeichnen. Für den Regierungsbezirk Köln mit 11,6 und das Land NW mit 11,7 wurden ebenfalls im Jahre 1990 Spitzenwerte registriert, die jedoch deutlich unter dem Wert für den Oberbergischen Kreis lagen. Seit diesem Zeitpunkt geht die Geburtenrate für alle drei Gebietskörperschaften kontinuierlich zurück. Beachtenswert für den Oberbergischen Kreis ist jedoch, dass die Geburtenrate für 2006 mit 8,2 zum ersten Mal unter der Rate für das Land NW mit 8,3 und der für den Regierungsbezirk Köln mit 8,6 lag
Letzte Änderung: 17. Januar 2011


