Wanderungen

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Demografiebericht für den Oberbergischen Kreis
Daten zum 31.12.2006

 



Oberberg steht im Bundes- und Landesvergleich im demografischen Wandel nicht schlecht da, aber weniger Kinder und mehr Fortzüge

Neben der natürlichen Bevölkerungsentwicklung sind Wanderungen entscheidend für die Einwohnerentwicklung. Dabei ist die Dimension der Wanderungen doch um einiges größer als die natürliche Bevölkerungsbewegung. Liegt die jährliche Zahl der Geburten und Sterbefälle im Oberbergischen Kreis in einem Korridor zwischen 2.200 und 3.400, so liegen die jährlichen Zu- und Fortzüge doch um einiges darüber, nämlich um 15.000 Personen. Legen wir für die Betrachtung des Zeitraumes seit der kommunalen Neugliederung 1975 die gleiche Unterteilung wie bei der natürlichen Bevölkerungsent-wicklung zugrunde, so kann man folgendes feststellen:Flächendiagramm der Wanderungsbewegungen im Oberbergischen Kreis von 1975 bis 2006

1975 bis 1987

In dieser Phase sind zum Teil sehr unterschiedliche Wanderungssalden festzustellen. Jahren mit hohen Wanderungsgewinnen wie 1979 und 1980 stehen Jahren mit Wanderungsverlusten wie 1982 - 1984 gegenüber. Insgesamt ist jedoch in dieser Zeitspanne ein Wanderungsgewinn von 11.236 Einwohnern zu verzeichnen.
 

1988 bis 2000

Unmittelbar vor und nach dem Fall der Mauer schnellten die jährlichen Zuzüge in die Höhe. Die Fortzüge stiegen erst zeitversetzt und viel moderater an, so dass insgesamt in diesem Zeitraum ein enormer Wanderungsgewinn von 40.233 Einwohnern zu verzeichnen ist.
 

2001 bis 2006

Bereits seit 1998 ist die Zahl der Zuzüge von Jahr zu Jahr rückläufig. Insgesamt ist in diesem Zeitraum nur noch ein geringer Wanderungsgewinn von 2.268 Einwohnern zu verzeichnen.
 

2005 und 2006

In diesen Jahren waren erstmals seit 20 Jahren wieder negative Wanderungssalden zu beobachten, die zusammen mit der negativen natürlichen Bevölkerungsentwicklung in diesen Jahren zu einem recht deutlichen Bevölkerungsrückgang führten; 2005: -778 Einwohner, 2006: -1.431 Einwohner.

 

Positive Wanderungssalden gegenüber unmittelbaren Nachbargemeinden – Verluste gegenüber den Großstädten

Positive Wanderungssalden waren im Jahre 2006 für den Oberbergischen Kreis gegenüber den unmittelbaren Nachbarn wie beispielsweise Remscheid (+34), Overath (+35), Kierspe (+34), Rösrath (+25) oder Meinerzhagen (+21) zu verzeichnen. Die größten negativen Wanderungssalden bestan-den dagegen gegenüber den Großstädten Köln (-302), Bonn (-103), Aachen (-62), Dortmund (-39) und Düsseldorf (-29). Diese Beobachtung korrespondiert mit der Tatsache, dass im Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2006 in der Altersgruppe der 18- bis unter 30-Jährigen Wanderungsverluste zu verzeichnen sind, während in allen anderen Altersgruppen Wanderungsgewinne festzustellen sind. Somit kann man mit relativ hoher Sicherheit davon ausgehen, dass der negative Wanderungssaldo gegenüber den Universitätsstädten vor allem die Ausbildungswanderer betrifft, während der Oberbergische Kreis sowohl bei der Arbeitsplatzwanderung (30 – 50 Jahre) als auch bei der Alterswanderung (ab 50 Jahre) Wanderungsgewinne verbuchen kann.
 



Letzte Änderung: 17. Januar 2011