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Materialien und Porträts der Kommunen

Demografiebericht für den Oberbergischen Kreis
Daten zum 31.12.2006
Beilage zum Demografiebericht
Die 13 Städte und Gemeinden des Oberbergischen Kreises sind unterschiedlich strukturiert. Die Bevölkerungszahl lag am 31.12.2006 zwischen 11.478 Einwohnern in der Gemeinde Morsbach (hier wohnen 4,0 Prozent aller Einwohner des Kreises) und 52.636 Einwohnern in der Kreisstadt Gummersbach (hier wohnen 18,3 Prozent aller Einwohner des Oberbergischen Kreises). Insgesamt lebten in den oberbergischen Städten und Gemeinden 288.405 Einwohner.
Gut 20 Prozent der am 31.12.2006 im Kreis lebenden Einwohner sind Kinder und Jugendliche im Alter von unter 18 Jahren. Fast ein Viertel der Bevölkerung sind 60 Jahre und älter, darunter 4,5 Prozent Hochbetagte im Alter von 80 Jahren und älter.
Der Jugendquotient gibt die Anzahl der (zumeist wirtschaftlich und sozial abhängigen) Kinder und Jugendlichen auf 100 Erwachsene im Alter von 18 bis unter 65 Jahren an. Häufig wird dieser Quotient als Indikator für die Familienpolitik der entsprechenden Gebiete verwendet. Der kreisweite Durchschnitt liegt am 31.12.2006 bei 33,3 und damit deutlich über dem Wert für NRW mit 29,5.
Der Altenquotient (über 64-Jährige auf 100 18- bis unter 65-Jährige) zeigt das Ausmaß der demografischen Alterung an. Auch hier gehen wir davon aus, dass die Älteren und Alten in einem gewissen „Abhängigkeitsverhältnis“ (Unterstützung im Alltag, Hilfe in bestimmten Lebensbereichen, Pflege) zur „mittleren Generation“ stehen. Die Durchschnittswerte für den Oberbergischen Kreis und das Land NRW liegen hier mit 31,9 bzw. 31,8 eng beieinander.
Addieren wir den Jugend- und Altenquotienten, so erhalten wir den Unterstützungsquotienten, also die Gruppe der häufig wirtschaftlich von der mittleren Generation „abhängigen“ Bevölkerungsteile. Der Durchschnittswert für den Oberbergischen Kreis beträgt 65,2 am 31.12.2006 und liegt über dem Landesdurchschnitt von 61,3.
Bevölkerungsanteil nach Altersgruppen
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Der Anteil der Bevölkerung im Alter unter 18 Jahren an der Bevölkerung insgesamt variiert zwischen den einzelnen Kommunen des Kreises ganz erheblich und liegt zwischen 18,7 Prozent in der Stadt Radevormwald und 22,1 Prozent in der Gemeinde Reichshof. In allen 13 oberbergischen Kommunen liegt der Anteil der unter 18-Jährigen über dem Landesdurchschnitt für Nordrhein-Westfalen mit 18,3 Prozent; der Durchschnittswert für den Oberbergischen Kreis beträgt 20,2 Prozent.
Die Prognose der Bertelsmann Stiftung sieht den Anteil der unter 18-Jährigen im Jahre 2020 bei 16,8 Prozent im Oberbergischen Kreis; er liegt in Radevormwald nur noch bei 14,6 Prozent und beträgt in Waldbröl 20,0 Prozent.
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Der Anteil der Bevölkerung im Alter von 60 Jahren und älter liegt am 31.12.2006 zwischen 21,9 Prozent in der Gemeinde Reichhof und 26,1 Prozent in der Stadt Radevormwald. Direkt hinter Radevormwald kommen Gummersbach mit 26,0 Prozent und Wiehl mit 25,7 Prozent. Der Durchschnitt des Oberbergischen Kreises liegt mit 24,1 Prozent noch knapp unter dem für Nordrhein-Westfalen mit 24,8 Prozent.
Nach der Prognose der Bertelsmann Stiftung steigt der Anteil der über 60-Jährigen im Jahre 2020 auf 29,6 Prozent im Kreisdurchschnitt an. In Radevormwald wird dann mehr als jeder Dritte (34,3 Prozent) über 60 Jahre alt sein. In Wipperfürth und Waldbröl wird der Anteil der über 60-Jährigen an der Einwohnerzahl insgesamt unter allen Kommunen des Oberbergischen Kreises mit 27,6 Prozent bzw. 27,0 Prozent am geringsten sein.
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Der Anteil der über 80-Jährigen variiert am 31.12.2006 zwischen 3,8 Prozent in der Gemeinde Reichshof und 5,1 Prozent in der Stadt Gummersbach. Der Kreisdurchschnitt liegt mit 4,5 Prozent in der Nähe des Wertes für das Land NRW mit 4,6 Prozent.
Die Prognose der Bertelsmann Stiftung sieht den Anteil der Hochbetagten (80 Jahre und älter) im Jahre 2020 bei 7,6 Prozent im Oberbergischen Kreis und im Landesdurchschnitt. Mit 9,6 Prozent wird der Anteil der über 80-Jährigen an der Einwohnerzahl insgesamt innerhalb des Oberbergischen Kreises in Radevormwald am größten sein, während er in Waldbröl mit 6,3 Prozent am geringsten sein wird.

Großansicht der Grafik (1,34 MB)
Der Anteil der über 80-Jährigen variierte am 31.12.2006 zwischen 3,9 Prozent im Rhein-Erft-Kreis und 5,3 Prozent in der Stadt Bonn. Der Anteil im Oberbergische Kreis beträgt 4,5 Prozent.
Nach der Prognose der Bertelsmann Stiftung steigt der Anteil der über 80-Jährigen im Jahr 2020 auf 6,1% in der Stadt Bonn und 8,8 % im Ennepe-Ruhr-Kreis an. Im Oberbergischen Kreis wird der Anteil von 7,6 % betragen.
Porträts der Kommunen zum 31.12.2006 (als pdf)

Stadt Bergneustadt
Gemeinde Engelskirchen
Stadt Gummersbach
Stadt Hückeswagen
Gemeinde Lindlar
Gemeinde Marienheide
Gemeinde Morsbach
Gemeinde Nümbrecht
Stadt Radevormwald
Gemeinde Reichshof
Stadt Waldbröl
Stadt Wiehl
Stadt Wipperfürth
Letzte Änderung: 17. Januar 2011







