Länger lebenswert leben

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Ausstellung
"Die Zukunft gestalten - Oberberg packt´s an"
 

 

 

Wohnen ohne Barrieren


Die Einen sind noch in hohem Alter topfit – die Anderen kommen kaum die Stufen hoch. So unterschiedlich die Menschen auch altern, eine barrierefreie Umgebung lohnt sich für Alle.

Barrierefrei – das Schlagwort wird zuerst verknüpft mit Rampen statt Treppen, mit breiten Türen und Aufzug statt Treppenhaus. Wer barrierefrei baut, der lässt Platz für den Rollstuhl. Das ist die eine Variante. Wer heute als Mitvierziger sein Haus renoviert, der ordert beim Handwerker immer öfter ebenerdige Duschen als Vorsorge fürs Alter. Doch nach einigen Wochen stellen viele Kunden fest: Diese Dusche ist einfach bequem.

 
 

Barrierefreiheit ist Komfort für Alle

So profitieren von barrierefreiem Bauen nicht nur die älteren Menschen. Denn barrierefreies Bauen ist auch familienfreundliches Bauen. Kinderwagen schieben sich einfach leichter eine Rampe hoch, als wenn sie über Stufen hinaufgehievt werden müssen.

Doch Barrierefreiheit ist mehr als nur eine Bauvorschrift. Wer Barrieren abbauen will, tut dies in allen Lebensbereichen. Die Preise im Supermarkt werden wieder sichtbarer – vielleicht hängt sogar eine Lupe am Regal. Farben geben Orientierung –daran können sich alle Menschen gut erinnern. So wird Oberberg gemütlicher und es fällt allen leichter, sich zurecht zu finden. Internet-Angebote sind auch für sehbehinderte Menschen besser zu nutzen, indem Schriftgrößen verändert werden können. All dies sind Beispiele, wie eine barrierefreie Lebensumgebung allen das Leben komfortabler macht – den Alten wie den Jungen, den Menschen mit Behinderung wie den Heranwachsenden und ihren Eltern.

Barrierefreiheit ist kein Luxus – Barrierefreiheit ist Komfort für Alle.

 
 

Oberberg packt´s an – nicht erst morgen

Schon jetzt  

  • stellen Oberbergische Verwaltungen, Unternehmen und Verbände ihre Internet-Seiten nach den Kriterien der Barrierefreiheit um 
     
  • gibt es mit dem Best Western Victors Residenz–Hotel eines der barrierefreien Top-Hotels in ganz Deutschland 
     
  • sind über die Kreisverwaltung finanzielle Zuschüsse für altersgerechtes Bauen erhältlich 
     
  • qualifizieren sich im Oberbergischen Kreis immer mehr Handwerker für „barrierefreies Bauen“
     
  • gibt es viele barrierefreie Freizeitangebote
     

Infrastrukturen im Wandel

Die Bevölkerungsentwicklung bringt es mit sich: Immer mehr ältere und alte Menschen werden im Oberbergischen Kreis leben. Um ihnen ein langes lebenswertes Leben zu ermöglichen, muss heute mit dem Wandel begonnen werden.

Barrierefreies Bauen ist die Basis – doch auch das Umfeld muss stimmen. Wichtig dabei: Mobilität und Versorgung sind sicherzustellen. Da ältere Menschen oft nicht mehr so gerne Auto fahren, sind hier andere Lösungen zu schaffen. Das können Weiterentwicklungen des Anrufsammeltaxis sein, aber auch ganz neue Lösungen.

Ohne ein funktionierendes soziales Miteinander vor Ort funktioniert der Wandel nicht. Da sind die Startbedingungen hier im Oberbergischen Kreis besser als beispielsweise in vielen anonymeren Wohnquartieren der Städte. In den hiesigen Dörfern und Gemeinden schauen die Menschen schon heute, wie es denn den Nachbarn geht. Man hilft sich.

Oberberg packt´s an –
jetzt werden die Grundlagen für morgen gelegt. Beispielsweise

  • werden in Modelldörfern – Wilkenroth in Waldbröl macht den Anfang – beispielhaft Strukturen entwickelt, die dann überall im Oberbergischen Kreis umgesetzt werden können
     
  • unterstützt der Oberbergische Kreis Initiativen zur Vor-Ort-Versorgung und die Gründung neuer Dienstleistungen

 
 

Neue Dienstleistungen

Dies zu unterstützen und zu fördern, das ist ein wichtiger Ansatz. Dazu werden neue Dienstleistungen entstehen – sei es die moderne Form des rollenden Einzelhändlers, sei es sogar die rollende Sparkasse oder auch Einkaufsgemeinschaften im dörflichen Umfeld.

Schon heute zeigen die Älteren, dass viele von ihnen lange fit bleiben. Sie werden am gesellschaftlichen

Leben leichter teilhaben können als die, denen es nicht mehr so gut geht. Heute werden Maßnahmen ergriffen, die auf den ersten Blick eher den Menschen mit Behinderung nutzen. Solche Maßnahmen aber versprechen Komfort für Alle – und sind frühe Maßnahmen für ein langes, lebenswertes Leben.

 

Oberberg packt´s an – jetzt werden die Grundlagen für morgen gelegt

Beispielsweise

  • werden in Modelldörfern – Wilkenroth in Waldbröl macht den Anfang – beispielhaft Strukturen entwickelt, die dann überall im Oberbergischen Kreis umgesetzt werden können 
     
  • unterstützt der Oberbergische Kreis Initiativen zur Vor-Ort-Versorgung und die Gründung neuer Dienstleistungen
     

 

Das neue Generationen-Miteinander

Voneinander lernen, miteinander Spaß haben –wenn sich die Bevölkerungsstruktur ändert, dann ändert sich auch das gesellschaftliche Miteinander. Zum Vorteil aller Generationen.

Das Potenzial der Älteren: Sie bringen Zeit mit, viel Wissen und Lebenserfahrung. Sie wollen nicht einrosten und nicht abgeschoben werden. Und ihr Know-how, ihre Kompetenz und ihr soziales Engagement werden gefragt sein. So fügt sich das Puzzle des sozialen Miteinanders neu zusammen.

 
 

Bürgerschaftliches Engagement

In den älteren Oberbergern ruht ein enormes Potenzial, das für die Gesellschaft eingesetzt wird. Denn ohne Aufgabe will keiner sein – bürgerschaftliches Engagement gewinnt an Bedeutung. Hier einige Beispiele:

  • Man leistet sich gegenseitige Hilfestellung – gemeinsam geht man auf Erlebnistour, unternimmt Ausflüge und Shopping-Touren
     
  • Berufstätige sind im Stress, die ältere Generation betreut Kinder, pflegt Gärten oder bietet Entlastung an 
     
  •  In Kindern schlummern Potenziale. Ältere Menschen helfen in der Schule, bei den ersten Schritten in den Job. Die Senior-Experten gibt´s schon heute, als Existenzgründungs-Berater beispielsweise, oder auch als zusätzliche Lehr- und Betreuungskräfte
    Von diesem neuen – bürgerschaftlichen – Generationenvertrag profitieren alle. Ältere erhalten Anerkennung und vielleicht auch ein paar rentenaufbessernde Euros. Die Berufstätigen können so unbelasteter ihrer Arbeit nachgehen, denn die Älteren sichern das heute teilweise fehlende Betreuungsnetz. Und die Kinder übernehmen das Wissen – ihre Potenziale können besser genutzt werden.

 
 

Oberberg packt´s an – Generationen werden jetzt schon vernetzt

So sind bereits heute konkret

  • verschiedene Formen von Mehrgenerationen-Häusern und –Siedlungen beispielsweise in Nümbrecht, Wiehl, Wipperfürth und Lindlar
     
  • generationsübergreifende Aktivitäten bürgerschaftlichen Engagements wie das Netzwerk der Generationen in Wiehl
  • Aktivitäten, bei denen sich ältere Menschen gegenseitig helfen – beispielsweise der Verein „aktiv55plus“ in Radevormwald
     

 



Letzte Änderung: 23. März 2010