- Aktuelles
-
Service
- VSM Verwaltungssuchmaschine
- Wunschkennzeichen
- Terminvereinbarungen Kfz.-Zulassungsstelle
- Ausbildung
- Dichtheitsprüfung Hausanschlüsse
- Badegewässerqualität
- Links
- Bündnis für Familie
- Demografieforum
- Haushalt
- Vordrucke
- Wohnraumförderung
- Netzwerk Jugendschutz
- Frauen in Oberberg
- Lebensmittel und Verbraucherschutz
- Veterinärangelegenheiten
- Messstellen Überwachung Tempolimits
- Blutspendetermine im Oberbergischen Kreis
- Agenda Oberberg
- Der Kreis
- Gesundheit, Soziales & Pflege
- Kultur & Tourismus
- Planen Bauen Umwelt
- Schule und Bildung
- Wirtschaftsförderung
Wirtschaft im demografischen Wandel

Ausstellung
"Die Zukunft gestalten - Oberberg packt´s an"
Unternehmerische Herausforderung
Die Ergebnisse eines demografischen Betriebs-Checks können überraschen. Die Betriebsinitiative demografischer Wandel (bdw) Region Köln – ein europaweit einzigartiges Modellprojekt – nahm Unternehmen unter die demografsche Lupe. Die
Ergebnisse sind zwar je nach Unternehmen unterschiedlich, doch die Trends oftmals ähnlich:
- Viele Abteilungen und Unternehmensbereiche sind demografisch nicht ausgewogen – zu viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen fast gleichzeitig in Rente
- Es fehlen oftmals Angebote für weniger leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Die Arbeitszeitmodelle sind nicht zukunftsfähig
Oberbergische Unternehmen sind oft besonders leistungsfähig und agieren weltweit. Kein Unternehmen kann es sich leisten, dort in zehn oder zwanzig Jahren auf Grund fehlenden Fachpersonals nicht mehr mithalten zu können.
Kampf Wickeltechnik: wichtige Ergebnisse
Die Ergebnisse des Betriebs-Checks waren eindeutig: In den nächsten Jahren werden viele der heutigen Leistungsträger älter. Auf ihr Know-how kann nicht verzichtet werden, doch es fehlt künftig an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittleren Alters. Konsequenzen: Kampf-Geschäftsführer Lutz Busch will die Kontakte zu den Hochschulen verstärken. Außerdem sollen mehr Frauen für den Maschinenbau interessiert werden.
Stein-Gruppe: flexible Zukunft
Der VW/Audi-Vertragshändler konnte sich über Nachwuchs nie beklagen, der Altersmix stimmt. Doch ältere Arbeitnehmer bleiben länger im Betrieb. Konsequenzen: Arbeit wird neu strukturiert, damit ältere Mitarbeiter ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend eingesetzt werden können. Mit innovativen Lösungen der Kinderbetreuung könnten spezielle Angebote für Eltern geschaffen werden.
Oberberg packt´s an
- Über die Ausbildungsinitiative Oberberg werden heute alle Möglichkeiten ausgeschöpft, möglichst vielen Jugendlichen eine Ausbildung zu ermöglichen. Sie sind die Fachkräfte von morgen.
- Mit Betriebsanalysen bereiten sich Unternehmen auf den Bevölkerungswandel vor.
- Unternehmen engagieren sich für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter und schaffen flexible Arbeitsmöglichkeiten, um verstärkt Eltern wieder einstellen zu können.
- Die Potenziale aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterwerden gefördert – Weiterbildung und Studium durch das Unternehmen ermöglicht.
Potenziale entdecken und fördern
Die Menschen und ihre Fähigkeiten sind das Kapital der Unternehmen. Doch in Zukunft werden in weiten Bereichen fachlich versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter knapp.
Der Druck wächst – doch schon jetzt merken die Unternehmen, die verzweifelt Ingenieure oder auch hochqualifizierte Dreher suchen: Personal ist knapp, gutes sogar sehr knapp.
Lutz Busch, Geschäftführer der Wiehler Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, weiß nach dem Demografie-Check im eigenen Unternehmen, dass Lösungen gefunden werden müssen. Eine Möglichkeit: „Wir müssen Frauen stärker für den Maschinenbau interessieren.“ Denn immer mehr Mädchen machen Abitur – doch den Weg in die Ingenieurs-Studien finden zu wenige von Ihnen.
Strategien für Eltern und Migranten
Eltern, die nach der Geburt in Elternzeit gehen und sich der Erziehung widmen, sollen künftig leichter wieder in den Betrieb einsteigen können. Flexiblere Arbeitszeiten sind ein Mittel, eine gemeinsam von verschiedenen Betrieben organisierte Kinderbetreuung kann ein weiteres sein.
Ungenutzte Potenziale verbergen auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Hier gilt es, deren Qualifizierungsmöglichkeiten zu optimieren – und vor allen Dingen auch die kulturellen Eigenheiten zu berücksichtigen. Deutschkurse sind da nur der Anfang, multikulturelle Multiplikatoren vor Ort ganz wichtig.
Menschen mit Behinderung bergen ebenfalls oftmals Potenziale, die Unternehmen heute nur auf Umwegen nutzen. Viele beauftragen Behindertenwerkstätten – doch nur wenige richten eigenständige Arbeitsplätze ein.
Oberbergs Unternehmen packen´s an
zum Beispiel durch:
- die Teilnahme am demografischen Betriebs-Check
- die aktive Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund
- angepasste Arbeitszeiten für Eltern und Ältere, die nicht mehr so leistungsfähig sind
- Gesundheits-Service und Fitness-Räume im Betrieb – denn vitale Mitarbeiter arbeiten länger
Neue Märkte in der Zukunft
Der Bevölkerungswandel birgt Chancen. Pfiffige und zukunftsorientierte Unternehmen sichern mit euen Produkten und Dienstleistungen auch morgen Arbeitsplätze in der Region.
Märkte wandeln sich – weil die Kunden sich ändern. Gerade die steigende Zahl der älteren Menschen schafft für produzierende Unternehmen und für Dienstleister ganz neue Möglichkeiten.
Dies fängt bei der alltäglichen High-Tech an. Schon bald sind Handys und Computer begehrt, die speziell für die älteren Mitbürger ausgestattet sind. Das sind dann beispielsweise Handys mit weniger Schnickschnack und dafür größeren Tastaturen. Oder Computer, die einfacher zu bedienen sind.
Chancen für Handwerker und Dienstleister
Auch Dienstleistungsanbieter aus dem Gesundheitsbereich dürfen auf einen wachsenden Markt hoffen. Dies sind die ganz offensichtlichen und überall wachsenden Märkte. Doch es können auch Anbieter anderer Sparten profitieren.
Ein Beispiel aus Oberberg: Der Gummersbacher Sicherheits-Technik-Experte TeraTron hat ein System entwickelt, dass in Altenheimen das Weglaufen verwirrter Patientinnen und Patienten verhindert. Der Trick: Jeder Bewohner erhält einen kleinen Transponder – eine Art Minisender. Die Empfangsstation an der Tür erkennt, wer kommt. Individuell wird so geregelt, ob sich die Türe öffnen lässt oder nicht. Dies ist ein System, das sich auch an jeder Haustüre realisieren lässt – und das aktiven und gut orientierten Menschen im Dunkeln das Hantieren mit dem Haustürschlüssel erspart. Die Schließanlage öffnet sich, wenn der richtige Mensch vor der Türe steht. Fremde mit anders programmierten Transpondern haben keine Chance.
Oberbergs Unternehmen packen´s an
- Handwerker spezialisieren sich auf barrierefreie Umbauten – Oberbergs Kreishandwerkerschaft fördert solche Aktivitäten
- Touristische Betriebe orientieren sich verstärkt an den Bedürfnissen älterer Kunden und schaffen so weitere Arbeitsplätze
- Erste Handels-Unternehmen bieten einen Bringservice der eingekauften Waren – so wird Schlepperei unnötig
Letzte Änderung: 23. März 2010


