Einleitung

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Demografiebericht  Oberbergischer Kreis
Bevölkerungsentwicklung zum 31.12.2010

 



Vorwort

Landrat Hagen JobiHagen Jobi, Landrat

Der „Demografische Wandel“ ist im Oberbergischen Kreis in vielen Bereichen spürbar. So planen einige Kommunen aufgrund geringerer Schülerzahlen zum Beispiel die Gründung von Sekundarschulen. Die rückläufige Zahl der Schulabgänger trägt aber ebenso zur Entspannung des Ausbildungsmarktes bei, ein zunächst durchaus positiver Effekt also.

Um fast 281 000 Menschen in Oberberg eine zeitgemäße Lebensqualität zu sichern, ist es wichtig, den hier ansässigen Unternehmen eine Zukunft zu bieten. Diese sorgen nicht nur für Ausbildungs- und Arbeitsplätze sondern tragen auch durch Zahlung der Gewerbesteuer an die Städte und Gemeinden maßgeblich zur Finanzierung notwendiger öffentlicher Einrichtungen bei. Die Wirtschaft kann diesen wichtigen Beitrag nur leisten, wenn ihr die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Sie muss geeignete Auszubildende finden, sie muss aber auch neu entstandene oder frei gewordene Arbeits-
plätze zeitnah adäquat besetzen können. Dies erscheint in Zukunft nicht mehr selbstverständlich.

Die Daten in diesem Demografiebericht lassen erkennen, dass die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur erhebliche Auswirkungen haben werden. Kreis, Kommunen und Wirtschaft müssen gemeinsam an der „Fachkräftesicherung“ arbeiten.
 

Vergleich von Ist-Werten und Prognose

Dieser Demografiebericht für den Oberbergischen Kreis bezieht sich auf die aktuellen Bevölkerungszahlen, die vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen
(IT.NRW)
zum Stichtag 31.12.2010 veröffentlicht wurden. Diesen Ist-Werten werden die im Rahmen der Bevölkerungsvorausberechnung für das Land Nordrhein-Westfalen für den 01.01.2011 ermittelten Prognosewerte gegenübergestellt. So lässt sich die Genauigkeit der durch IT.NRW errechneten Prognose überprüfen und eine korrigierte Einschätzung vornehmen.

Die Bevölkerungsvorausberechnung basiert auf dem Bevölkerungsstand vom 01.01.2008 und wurde im Jahre 2009 veröffentlicht. Dabei wurde die Komponentenmethode eingesetzt. Hierbei erfolgt eine jahrgangsweise Fortschreibung der Ausgangsbevölkerung nach Alter und Geschlecht, indem Gestorbene und Fortzüge abgezogen, Geborene und Zuzüge hinzugezählt werden. Dieser Vorgang wird für jedes Berechnungsjahr und unter einer Annahmesetzung der zukünftigen Entwicklung zu den Komponenten Geburten, Sterbefälle und Zu- und Fortzügen (Wanderungen) durchgeführt.

Die Bildung von Annahmen stützt sich bei einer Bevölkerungsvorausberechnung im Wesentlichen auf Analysen der bisherigen Entwicklung demografischer Komponenten. Dabei unterliegt die Bestimmung von zukünftigen Wanderungsbewegungen für einen längeren Zeitraum einem hohen Unsicherheitsfaktor. Dennoch sind Wanderungen bei jeder Bevölkerungsvorausberechnung eine bedeutende Komponente, weil sie sich erheblich auf Bevölkerungszahl und -struktur auswirken.

Die Grafiken in diesem Demografiebericht weisen einen – wenn auch teilweise nur geringen – Unterschied zwischen den Ist-Werten und der ermittelten Prognose von IT.NRW aus. Insgesamt ist festzustellen, dass der Bevölkerungsrückgang schneller voranschreitet als von IT.NRW erwartet. Diese Entwicklung ist in den einzelnen kreisangehörigen Kommunen unterschiedlich ausgeprägt. Dies ist nachzulesen in den Gemeindeporträts Oberbergischer Kreis, Ausgabe 15/2011 der Downloadreihe „Zahlen, Daten, Fakten“ (www.demografie-oberberg.de >>Daten).

 

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Letzte Änderung: 24. November 2011